Montag, 26. Mai 2008

Tanz der Apostel II - jusqu'au lever soleil

Am Sonntag, dem 11. Mai 2008 war es endlich wieder soweit: Die Sandgrube Dietz in Pechgraben rief zum „Tanz der Apostel 2“ auf. Nach dem Motto: „Wir zelebrieren unsere eigene Religion“, wurden keine geringerern DJ´s als Silversurver, Eisi, Hei the ko, Chrille, Friendly Jack and Special Guest, DJ Sinclair und Hidden FM eingeladen. Dies sollte mein erster Besuch in der Sandgrube werden; ich war gespannt.

Gegen 18.30 Uhr erreichten wir das sonnige wunderschöne Nautur- Paradies im nördlichen Zentrum Kulmbachs, dieses wird einmal im Jahr zum Treffpunkt für Liebhaber elektronischer Musik. Nach einer kleinen Waldfahrt hatten wir dann den sandigen Zugang passiert, danach ging es zunächst ein paar Meter abwärts in eine große Zwischenfläche aus weichen Sand, in welchen sich zwei Lagerfeuer befanden. Als erstes zog es uns in eine kleine Ecke am Waldrand, aus dem uns schon die etwas technoider gehaltenen Klänge entgegen schallten. Nach einer großen Begrüßung ging es dann zur einer Runde „Summer Wine“ das traditionell bei der untergehenden Sonne genossen wurde. Gut gestärkt machte ich mich auf dem Weg zur der idüllischen Tanzfläche.

Nachdem ich mich kurz zu DJ Eisi und DJ Friendly Jack and Special Guest warmgetanzt hatte, kündigte der Zeitplan ab 2 Uhr auch schon DJ Silversurver im Mix mit DJ Sinclair an. Also trugen mich meine Beine wieder zur sandigen Tanzfläche. Langsam und vorsichtig schlängelte ich mich durch die ausgelassen tanzende Menge bis hin zur leicht erhobenen DJ-Kanzel, um aus nächster Nähe mit den Jungs mit meinem Bierchen anzustoßen. Es herrschte freudige und treibende Stimmung, die mich auch schon nach kurzer Zeit packte und meine Beine in rhythmische Bewegungen versetzte und mich die nächsten vier Stunden nicht mehr losließ.

Zwischendurch zog es mich zum Verschnaufen hinaus und während ich mich auf eine der zahlreichen Decken, die an den Außenseiten ums Feuer legte und ausruhte, genoss ich die kühle Abendluft und tankte Kraft für die nächste Tanzrunde. Zudem sorgte die doch sehr familiäre Stimmung dafür, dass man an jeder Ecke bzw. Decke den ein oder anderen netten Gesprächspartner traf. Ab 6 Uhr übernahmen dann die Jungs von Beat-Box das Ruder und gegen 7 Uhr erreichte die Stimmung gemeinsam mit Drum ´n´ Base ihren Höhepunkt. Ungefähr 8:30 Uhr machten wir uns in der aufgehenden Sonne erschöpft aber zufrieden auf den Heimweg. Eine schöne und durchtanzte Nacht neigte sich dem Ende zu und ich bedaure es sehr, dass ich nicht schon bei der ersten Auflage letztes Jahr dabei war. Euer Salo / Co.

Mittwoch, 23. April 2008

Schnedes alias. Mirco Schulte -Live

Am Samstag war es endlich mal wieder soweit. Oberfrankens -Elite war wieder on Tour.

Bei dem folgenden Auftritt von Schnedes alias Mirco Schultes unterstreicht er, dass Er zu Recht als bester The Housemartins –Cover in Oberfranken gilt. Das man mit der Verpflichtung von Schnedes niemals falsch liegen kann wurde wiederum eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Bei dem Song “ Caravan Of Love” liefert Mirco Schultes den Zuschauern auf dem MC Donalds-Parkplatz Himmelkron, wie sein Vorbild Paul Heaton, eine wilde Show in trinkfester Manier mit dem schon legendären Abschlußstrip.

Mirco Schulte - Live

Dienstag, 22. April 2008

Chapeau Claque

Ein erstes Aufhorchen konnte man letztes Jahr allerorten beobachten: eine Mini-EP namens „Marienkäfer im Nacken“ kursierte und bot vier (meist deutschsprachige) Tracks mit poppigen Einschlag – frisch, modern, irgendwie anders und mit einer Stimme, die im Ohr blieb. Maria Antonia-Schmidt – Songwriterin und Sängerin von Chapeau Claque bezauberte und fand Gehör. Es folgte ein paar beeindruckende Gigs im Vorprogramm von Northern Lite – quasi als Anti-These zu deren rockigen Sound. Beeindruckt von ihren Qualitäten nahm die Band sie bei ihrem hauseigenen Label unter Vertrag und -dem nicht genug- schloß man sich zusammen, um beim kommenden Bundesvision Song Contest ihre Heimatland Thüringen zu vertreten. Nun das erste Album. Ein wichtiger Schritt. Vielleicht der wichtigste. ..Tracks voller Gefühl, und Sehnsucht, aber auch mit Witz und Charme. Ein Blick in das Lebensgefühl einer jungen Dame, eines Mädchen, dass die Welt in einer ureigenen Perspektive betrachtet und erlebt.

Montag, 31. März 2008

"La legende de l'absinthe"

Bewahret mir diese dunkle Ecke, damit ich sitzen kann, während die grüne Stunde herabgleitet. Ein stolzer Pfauentanz der Zeit. Nun bin ich nicht mehr dazu verflucht, in dieser Stadt zu sein, in der die Zeit auf dem kastrierten, weißen Tod reitet, ihre Sporen vor Blut rostend. Es gibt eine Ecke der Vereinigten Staaten, die er übersehen hat. Sie liegt in New-Orleans, zwischen Canal Street und Esplanade Avenue unterhalb des Mississippi. Von dort aus reicht sie nordwärts bis zu einer kuriosen Wüstenlandschaft, wo sich ein traumhaft schöner Friedhof befindet. In seinen flachen, kalkweißen Wänden, streift eine Wildnis seltsamer, fantastischer Gräber unmittelbar eine große Bordell-Stadt, deren Freuden recht zynische Nachbaren sind. Wie Felicien Rops schrieb - oder war es Edmond d'Haraucourt? - "La Prostitution et La Mort sont frere et soeur les fils de Dieu!" (die Prostitution und der Tod sind Bruder und Schwester, die Kinder Gottes).

Auf jeden Fall hatte der Author von "Le Legende des Sexes" recht und ebenso die Psychoanalytiker nach ihm, wenn sie die Mutter mit dem Grab identifizierten. Das ist aber nur der Anfang und das Ende der Sache, dieses "Quartier Macabre" hinter dem North Rampart mit dem Mississippi auf der anderen Seite. Es ist wie die Kluft zwischen unserem Leben, das fließt und befruchtet, während es schlammig und malariös fließt, obwohl es sich eigentlich in den warmen Busen des Golfstroms leeren sollte, den wir (in unserer Allegorie) das Leben Gottes nennen mögen. Aber unsere Sache liegt im Kern der Dinge, wir müssen über die rohen Natur-Phänomene hinaus gehen, wenn wir zum Geistigen gelangen wollen. Kunst ist die Seele des Lebens, und das alte Absinthe-Haus ist das Herz und die Seele des alten Viertels von New-Orleans. Gerade hier war das Hauptquartier keines geringeren Mannes als des berüchtigten Piraten Kapitän Lafitte, der seine Nachbarn nicht nur beraubte, sondern sie auch gegen Invasoren verteidigte. Hier saß auch Henry Clay, der lebte und starb, um seinen Namen einer Zigarre zu geben. Außerhalb dieses Hauses erinnert sich kein Mensch an viel mehr als das von ihm, doch hier drängt sich einem sein grimmiger, und, wie ich glaube, darüber ungehaltener Geist spürbar auf. Hier, sind auch die Marmorbassins, ausgehöhlt, und geheiligt- vom Herabtropfen des Wassers, welches durch Taufe den neuen Geist des Absinthes erzeugt.
Ich nippe erst an meinem zweiten Glas dieses "faszinierenden aber subtilen Giftes, dessen Verwüstung Herz und Gehirn der Menschen verschlingt", das ich bisher in meinem Leben probiert habe. Und, da ich kein auf schnelle Wirkung bedachter Amerikaner bin, bin ich auch weder überrascht noch enttäuscht, daß ich nicht auf der Stelle Tod umfalle.

Aber ich kann die Seelen schmecken - auch ohne die Hilfe des Absinthes. Nebenbei ist gerade dies der Zauber des Absinthes. Der Geist dieses Hauses ist in ihn eingeflossen. Es ist ein Elixier, das Meisterwerk eines alten Alchemisten, kein gewöhnlicher Wein. Und so, während ich mich mit dem Wirt über die Wertlosigkeit der Dinge unterhalte, nehme ich das Geheimnis des Wesen Gottes selbst wahr: Alles, selbst die wertloseste Sache, ist so unaussprechlich bezaubernd, daß es der Hingabe eines Gottes in aller Ewigkeit würdig ist. Welche andere Ausrede könnte Er sonst dem Menschen für seine Erschaffung angeben? Im Wesentlichen ist das meine Antwort auf König Salomon.

Sonntag, 23. März 2008

BLACK NIGHT - vol 5 - 22.03.08 Hof

Bei einem ausgiebigen Frühjahrsputz, haben wir unsere Boxen entstaubt, die Plattennadeln angespitzt und die Verstärker auf volle Power gestellt, um euch ein OSTER-EVENT vom feinsten zu präsentieren. Am 22.3. schaut der flauschige OSTERHASE mit seinen sexy Bunny's in der altehrürdigen FREIHEITSHALLE vorbei. Zur 5. Auflage der bereits legendären Hofer BLACK NIGHTS, brauchten wir DJ BAXTER (playaz club-mücnchen) und den SICKBOY (ZOOMA/prince-plauen) von PPC-PRODUCTION nicht lange bitten, eure Hörgeräte mit dem besten und angesagtesten Vinylstücken aus R'n'B, BLACK, FUNK & Soul zu verwöhnen.

Montag, 17. März 2008

Neues von MIA

Der Winter an sich ist ja keine schlechte Jahreszeit. Er dauert nur zu lange. Da freut sich, wer etwas zu tun hat, womit wir ganz schnell bei uns sind. Wir hatten ja schon im Oktober beim Kurzausflug ins Tritonus-Studio festgestellt, dass wir der Möglichkeit, weiterhin gemeinsam Musik zu machen und eventuell sogar ein viertes Album aufzunehmen, durchaus aufgeschlossen gegenüber stehen.Wir haben das in den letzten Wochen mal ein wenig vertieft und können euch mitteilen : Es geht ganz gut!Ein von uns allen geschätzter Mensch, der da Nhoah heißt, ist bereits seit vielen Tagen dabei, die erste Portion vom Ideensalat zu entwirren, den wir in den letzter Zeit angerichtet haben. Nebenbei wird in den bandeigenen Labors und Forschungszentren weiter nach neuen Ufern gesucht. Dabei kommen bisher unbekannte Instrumente, Stoffe aus der Weltraumforschung, verbotene Früchte und gute Laune zum Einsatz.Wo das alles hinführen soll, ahnt natürlich noch keiner. Welchen Zeitraum die weiteren Studien in Anspruch nehmen werden ist auch noch nicht abzusehen, denn der Arbeitsprozess wird immer wieder von Umzügen, Systemausfällen und ansteckenden Krankheiten unterbrochen.Ansonsten geht's uns danke und wir freuen uns auf den Frühling. Gehabt Euch wohl, hatschi, Eure MIA.s!

Freitag, 14. März 2008

zweieKKenkreis ep - politicide 041

zweieKKenkreis sind zwei junge Damen aus dem wilden Osten, die erstaunlich schöne Musik machen. Vielleicht ein wenig wie Paula und 2Raumwohnung, aber wesentlich entspannter. Was soll das Namedropping auch? Kann man hören. Sollte man auch mal. Wir verfolgen die Entwicklung von zweieKKenkreis schon seit einiger Zeit und lieben Ihre Musik. Wir glauben, dass ihre Produktionsweise einen schönen Gegensatz zu unserer Musik bildet und so etwas ganz neues entstehen lassen kann. Weich und hart zugleich. Leider trennte sich die Gruppe wg. Studium und Beruf! >Musikvideo<